Alfred Rethel

* 15. Mai 1816 in Diepenbend bei Aachen, † 1. Dezember 1859 in Düsseldorf
Alfred Rethel war deutscher Historienmaler der Spätromantik und Schüler J. B. J. Bastinés in Aachen. Von 1829 bis 1836 studierte er an der Düsseldorfer Akademie als Schüler Wilhelm von Schadows. 1836 war er Teilnehmer der »rheinischen Opposition« gegen Schadow und siedelte nach Frankfurt am Main über. Dort bildete er sich unter dem Maler Philipp Veit fort. 1839 gewann er den Wettbewerb um die Ausmalung des Krönungssaals des Aachener Rathauses und kehrte 1847 nach Aachen zurück. 1852 bricht seine Geisteskrankheit aus. Anfangs ist die Kunst Rethels stark von der nazarenischen Schulung durch Schadow und Veit geprägt. Um 1840 löst sich Rethel von diesem Stil.

 

Die hier als Radierungen zu sehenden Entwürfe von Alfred Rethel für die Ausmalung des Kaisersaals im Rathaus zu Aachen entstanden um 1840. Die Ausführung der Malerei beginnt erst 1847 und Rethel selbst malt nur vier Fresken. Ab 1853 verfällt er zunehmend in Depressionen. Die übrigen vier Gemälde werden von seinem Gehilfen Josef Kehren ausgeführt. Von den acht Karlsfresken sind drei im 2. Weltkrieg zerstört worden. Die verbliebenen fünf wurden von der Wand gelöst, restauriert und wieder angebracht.

I. »Eröffnung der Gruft Karls des Großen durch Otto III« Alfred Rethel | Druck | 1869/70
II. »Zerstörung der Irmansäule bei Paderborn« | Alfred Rethel | Druck | 1869/70
III. »Sieg über die Sarazenen bei Kordoba« | Alfred Rethel | Druck | 1869/70
IV. »Einzug in Pavia« | Alfred Rethel | Druck | 1869/70
V. »Taufe Wittekind’s« | Alfred Rethel | Druck | 1869/70
VI. »Krönung Karls des Großen durch Papst Leo III.« | Alfred Rethel | Druck | 1869/70
VII. »Erbauung des Aachener Münsters« | Alfred Rethel | Druck | 1869/70
VIII. »Karl der Große übergibt die Krone seinem Sohne Ludwig« | Alfred Rethel | Druck | 1869/70