Arthur Kampf

* 28. September 1864 in Aachen, † 8. Februar 1950 in Castrop-Rauxel.
Arthur Kampf war deutscher Historienmaler und Grafiker und studierte seit 1879 an der Düsseldorfer Akademie bei Peter Janssen. Seit 1881 arbeitete er in der Malklasse Ed. V. Gebhardt’s und rückte 1883 zum Meisterschüler P. Janssens’s auf. Seit 1887 war er Hilfslehrer an der Düsseldorfer Akademie und wurde 1893 Professor und Lehrer für die Mal- und Naturklasse. 1899 wurde Kampf an die Berliner Akademie der Künste als Vorsteher eines Meisterateliers für Figurenmalerei berufen, 1901 wurde er ordentliches Mitglied, 1907–1912 Präsident der Akademie. 1915 wurde er Leiter der Hochschule für die Bildende Künste in Berlin und trat 1924 vor der Auflösung der Institution von seinem Amt zurück.

 

Arthur Kampf wurde 1898 mit der Ausschmückung des Sitzungssaales im früheren Aachener Kreishaus beauftragt. Die Fresken wurden zwischen 1891 und 1902 ausgeführt. Sie zeigten das Volk bei der Arbeit, dargestellt bei der Ernte und im Walzwerk und den Staat bei seinen sozialen Tätigkeiten, dargestellt durch Kinderfürsorge und Altersfürsorge. Hier sind Details der Szene aus dem Eschweiler Hüttenwerk erhalten. Das gesamte ursprüngliche Fresko der Szene aus dem Walzwerk ist in der Ausstellung durch eine Projektion erkennbar. Die Details wurden 1944 aus dem zerstörten Gebäude durch Prof. Stiwi von der Wand des Kreishauses entfernt. Dazu wurde Leim auf das Fresko aufgestrichen und eine Holzplatte davor geklebt. Dann wurde der Putz rund um die Holzplatte bis aufs Mauerwerk abgeschlagen. Mit einem Spachtel konnten die Fresken samt Putz vom Mauerwerk gelöst werden. In der Werkstatt wurden die Fresken dann mit der Rückseite auf eine Trägerschicht, hier eine Pressholzplatte, aufgebracht und von der Holztafel gelöst.

»Im Walzwerk« Arthur Kampf | Fresko, Fragmente des zerstörten Wandbildes für das Aachener Kreishaus
»Im Walzwerk« Arthur Kampf | Fresko, Fragmente des zerstörten Wandbildes für das Aachener Kreishaus
»Im Walzwerk« Arthur Kampf | Fresko, Fragmente des zerstörten Wandbildes für das Aachener Kreishaus